Ausgabe März 2010

20/03/2010 19:37

 Verantwortlich für den Inhalt:

Oncken: Agentur für Kommunikation

Klaus Rösler

Postfach 200 152

34080 Kassel

Liebe Kolleginnen und Kollegen in den Redaktionen der Gemeindebriefe,

 

die Kirchen sorgen wieder für Schlagzeilen – und wieder nicht für positive. Fast kein Tag vergeht, an dem keine neuen Skandale über den Missbrauch Schutzbefohlener an den Tag kommen. Wie gut, dass wir, dass unser Gemeindebund, in dem Zusammenhang bislang nicht in die Schlagzeilen geraten sind. Andererseits wird durch die Übergriffe mehr als deutlich: Auch in der Kirche haben wir es mit fehlbaren Menschen zu tun. Und genau für die ist Christus gestorben. Bei ihm gibt es eine Chance auf einen Neubeginn – für jeden. Auch für Täter. Trotzdem ist es gut, dass es in unserem Bund die Aktion sichere Gemeinden gibt.

 

Über dieses Thema findet sich übrigens keine Meldung in dieser Nachrichtenzusammenstellung. Dennoch sind einige hoffentlich spannende Nachrichten mit dabei. Viel Spaß bei der Lektüre und der Auswahl.

 

Alles Gute und Gottes Segen bei der Redaktionsarbeit

Euer Klaus Rösler  

 

 

 

 

In dieser Ausgabe

 

Deutschland

Wenn Pastoren arbeitslos werden

Ausländer brauchen deutsche Freunde

Bethel-Projektwettbewerb geht in 3. Runde

Geistliche Gemeinde-Erneuerung mit neuer Leitung

Die Aufgabe der Seelsorger am Krankenbett

Gemeinde der Zukunft wird missionarisch-diakonisch sein

Was tun bei Kranken- und Altenbesuchen?

Christen müssen gegenüber Atheisten sprachfähig werden

Pastorenfrauen: Heilige Räume im Alltag entdecken

Elisabeth Flügge im Alter von 100 Jahre verstorben

„Leben mit Passion“

Zehn Jahre Winterspielplatz in Stuttgart

Gemeindeleiter leitet baden-württembergische AUF-Partei

 

Allianz und Ökumene

Sind Aussiedlergemeinden gesetzlich?

Erfolgreich missionieren mit Ostergärten

Käßmann-Rücktritt: Gradlinigkeit statt Vertuschungen

Taufstreit in Bad Mergentheim spitzt sich zu

 

Ausland

Usbekistan: Baptist zu zehn Jahren Haft verurteilt

100.000 Euro für die Erdbebenopfer in Chile

Palästinenser-Christ spionierte für Israel

 

Medien

Neues Album von Johnny Cash: „Ain’t No Grave“

Baptisten ohne kritische Distanz zum NS-Staat

Die Karwoche bewusst gestalten

Andacht zum Monatsspruch Mai

 

 

 

Wenn Pastoren arbeitslos werden

Mindestens 45 Anstellungen von Pastoren und Pastorinnen in Gemeinden unseres Bundes sind in den letzten drei Jahren mit einem Konflikt zu Ende gegangen. Diese Zahl nannte Friedbert Neese von der Bundesgeschäftsführung auf einer Tagung der Pastorenschaften im Rheinland und in Westfalen zum Thema „Pastor im Abseits – warum?“ in Leichlingen-Weltersbach. In 30 bis 35 Fällen sei dem Ende des Dienstes eine Phase der Arbeitslosigkeit gefolgt. Unter dem Eindruck, dass die Zahl solcher Fälle in ihrer Freikirche zunimmt, versuchten die rund 35 Teilnehmer des Treffens die Gründe zu verstehen, die zu solchen Konflikten zwischen Pastor und Gemeinde führen. Als Gründe wurden u.a. Machtfragen, eine mangelnde Feedback-Kultur, unklare Erwartungshaltungen an den Pastor, aber auch mangelnde Bereitschaft für einen Wechsel in einen anderen Dienst auf Seiten des Pastors genannt. Meist sei es ein Bündel von Ursachen, das zu einer Dienstbeendigung führe, meinte Neese. Um solche Entwicklungen zu vermeiden, sei es notwendig, die Angebote des Bundes frühzeitig in Anspruch zu nehmen. Dazu gehöre es, den Vertrauensrat der Pastorenschaft einzubeziehen oder Supervision zu nutzen.

 

 

Ausländer brauchen deutsche Freunde

Unser Bund intensiviert seine Bemühungen, ausländischen Christen in Deutschland das Einleben zu erleichtern. Das wurde bei einem Internationalen Mitarbeitertag des Dienstbereichs Mission in Erlangen deutlich, an dem sich 50 Mitarbeiter aus 16 Nationen und einheimischen Gemeinden beteiligten. Mit Applaus wurde die Ankündigung des Leiters der Internationalen Mission in  Deutschland (IMD), Pastor Michael Kißkalt (Elstal), bedacht, dass künftig Prediger ausländischer Baptistengemeinden in Deutschland offizielle Pastoren werden können. Das macht ein dreijähriges „Pastorales Integrations- und Ausbildungsprogamm“ für Leiter und Gemeindereferenten möglich. Nach Kißkalts Worten komme es in einer ausländischen Familie häufig zu Spannungen, weil Kinder offener für die neue Kultur seien als die Eltern. Diese Spannungsfelder kämen bisher in der christlichen Beratungsarbeit kaum zur Sprache. Pastorin Andrea Klimt (Wien) ermutigte Migranten, sich deshalb stärker als bisher zu Familien- und Ehetherapeuten ausbilden zu lassen. Ein besonderes Problem sei für Migranten auch die Nichtanerkennung ihrer in ihren Heimatländern erworbenen Schulabschlüsse und Berufsqualifikationen. Die IMD steht in Kontakt mit rund 200 ausländischen Gemeinden und Gruppen mit mehr als 4.000 Mitgliedern.

 

 

Bethel-Projektwettbewerb geht in 3. Runde

Zum dritten Mal hat das Diakoniewerk Bethel (Berlin) seinen Projektwettbewerb „Glaube und Liebe  – Hoffnung für Menschen!“ gestartet. Gesucht werden herausragende Initiativen in den Gemeinden unseres Bundes in den drei Kategorien „sozial-diakonisch“, „gemeinde-missionarisch“ und „christlich-kulturell“. In jeder Kategorie werden zwei Preise von jeweils 5.000 Euro vergeben, insgesamt also 30.000 Euro. Wie das Diakoniewerk mitteilte, können Projekte eingereicht werden, die sich bereits erfolgreich in der Praxis bewährt haben, sowie Pilotprojekte, die sich noch in der Erprobungs- oder Startphase befinden. Ziel des Wettbewerbs ist es, das Engagement der Gemeindemitglieder verstärkt in die Öffentlichkeit zu tragen und damit die Motivation für neue Projekte zu fördern. Die Bewerbungsfrist für den Wettbewerb 2010 endet am 30. Juni 2010. Detaillierte Informationen zur Teilnahme finden sich im Internet unter www.BethelNet.de.

 

 

Geistliche Gemeinde-Erneuerung mit neuer Leitung

Christen, denen die geistliche Erneuerung am Herzen liegt, sollten sich stärker als bisher auch über Konfessionsgrenzen hinweg vernetzen. Davon ist der neue Koordinator und Sprecher der Geistlichen Gemeinde-Erneuerung (GGE) in unserem Bund, Hans-Dieter Sturz (Augustfehn), überzeugt. Sturz wurde auf einer Sitzung des GGE-Mitarbeiterkreises in Kassel gewählt – als Nachfolger von Pastor Dr. Heinrich-Christian Rust (Braunschweig), der nicht wieder kandidierte. Wie Sturz sagte, sei die konfessionelle Identität von Menschen, die heute Christen würden, nicht mehr so stark ausgeprägt wie früher. Wer zum Glauben finde, werde vor allem Christ, aber nicht Baptist, Methodist oder Lutheraner. Um so wichtiger sei es, geistliche Impulse auch aus anderen Bewegungen aufzugreifen und nutzbar zu machen. Diesem Anliegen wisse sich die GGE-Initiative verpflichtet. Nach den Worten von Sturz wolle man die Arbeit auch deutlich verjüngen. So wurde der Jugendpastor des Gemeindejugendwerks Bayern, Jan Achtermann (Puchheim bei München), neu in den Leitungskreis gewählt. Die Arbeit der GGE wird von einem etwa 1.000-köpfigen Freundeskreis unterstützt.

 

 

Die Aufgabe der Seelsorger am Krankenbett

Was ist das Ziel der Seelsorge am Krankenbett? Darüber sprach der Seelsorger und Privatdozent Dr. Traugott Roser (München) auf der Jahrestagung der  Arbeitsgemeinschaft der Krankenhaus- und Heimseelsorger im „Haus der Begegnung“ in Rotenburg/Fulda. Er stellte dabei das von ihm entwickelte Konzept „Spiritual Care“ vor, einer Form ganzheitlicher Patientenversorgung. Wie er sagte, müsse ein Seelsorger Patienten mit ihrer speziellen Spiritualität annehmen und ihnen helfen, auf individuelle Weise die Kraft zur Bewältigung von Krankheit und Leiden zu finden. Hier könne nur ein weites Spiritualitätsverständnis die Seelsorgenden dazu befähigen, Patienten bei der Krisenbewältigung positiv zu unterstützen. Einrichtungen der Diakonie seien aber darüber hinaus auch herausgefordert, eine spezifisch christliche Spiritualität in den Teams und Einrichtungen zu entwickeln und zu pflegen. Dazu könne gerade auch die  Krankenhausseelsorge einen wesentlichen Beitrag leisten. In der Arbeitsgemeinschaft sind 16 Krankenhausseelsorger zusammen geschlossen.

 

 

Gemeinde der Zukunft wird missionarisch-diakonisch sein

Diakone sind für unseren Bund genau so wichtig wie Pastorinnen und Pastoren. Das wurde bei der Konventwoche der Diakone in Rotenburg/Fulda deutlich. Das Berufsbild habe sich verändert und eine Aufwertung durch die rechtliche Gleichstellung mit den Pastoren erfahren, erläuterte der Leiter des Dienstbereichs Ordinierte Mitarbeiter, Pastor Friedbert Neese (Elstal), den 40 Teilnehmern. Konkret zeige sich dies auch an den Richtliniengehältern, die für Diakone und Pastoren gleich seien. Wie Neese weiter ausführte, ist der Dienst der Diakoninnen und Diakone unverzichtbar für Gemeinden. Sie müssten sich zunehmend mehr den sozial-diakonischen Herausforderungen der Gesellschaft stellen. „Eine Gemeinde, die die Herausforderung der Welt, in der wir leben, nicht erkennt, wird nicht überleben. Die Gemeinde der Zukunft wird missionarisch-diakonisch sein, oder sie wird nicht mehr sein,“ sagte er. Bis sich diese Erkenntnis jedoch in allen Gemeinden durchsetzen werde, sei noch viel Bewusstseinsbildung nötig. Dazu müssten die Diakone auch selber beitragen. Dass Gott Taten der Barmherzigkeit erwarte, zeigte der Elstaler Theologe Dr. Ralf Dziewas auf. So mache das Gleichnis vom barmherzigen Samariter deutlich, dass Mitleid allein nicht genügt. Barmherzigkeit sei nur barmherzig, wenn sie getan wird.

 

 

Was tun bei Kranken- und Altenbesuchen?

Fehler bei Kranken- und Altenbesuchen zu vermeiden – das lernten die 22 Teilnehmer eines Seminars der Gemeinde Lübeck. Bei jedem Besuch sei man Gast und müsse sich auch so verhalten, mahnte etwa die Leiterin des Gemeindeseniorenwerks, Irmgard Neese (Elstal). Schon vorher zu meinen, was der Besuchte brauche, sei eine völlig falsche Haltung. Auch wer Erfahrung in dem Bereich habe, dürfe nicht alle Senioren und Kranken über einen Kamm scheren. Als Besucher gelte es, auf die Bedürfnisse der Patienten und Senioren einzugehen. Dazu müsse man das aktive und einfühlsame Zuhören lernen. Nötig sei auch Verschwiegenheit. Was im persönlichen Gespräch ausgetauscht werde, gehe sonst niemandem etwas an. Was es beim Umgang mit Demenzkranken zu beachten gibt, schilderte der Heimleiter des Alten- und Pflegeheims des Diakoniewerks Tabea in Burg auf Fehmarn, Diakon Franz Becker. Man müsse immer damit rechnen, dass diese Menschen unerwartet reagierten. Doch ihr Verhalten sei in ihrer Welt immer angemessen. Um sich auf einen solchen Besuch einzustimmen, sei es hilfreich, sich zuvor bei Verwandten und Freunden über die Persönlichkeit zu informieren.

 

 

Christen müssen gegenüber Atheisten sprachfähig werden

Wie kann man atheistisch aufgewachsene Menschen in Ostdeutschland für den christlichen Glauben gewinnen? Eine Antwort auf diese Frage gab das Seminar „Atheismus und Konfessionslosigkeit in Ostdeutschland“ im Bildungszentrum Elstal. Alexander Garth, Pfarrer der landeskirchlichen Missionsgemeinde „Junge Kirche Berlin“ aus dem Berliner Stadtteil Lichtenberg, vermittelte den 31 Teilnehmern dazu Anregungen. Das Weltbild der Menschen dort sei ein geschlossenes System von Ursache und Wirkung. „Dieses Weltbild muss fallen, damit Areligiöse Christen werden können“, erläutert der Berliner Pfarrer. Wie das gelingen kann, schilderte Garth anhand vieler Beispiele aus seiner Gemeindearbeit. Vor knapp 10 Jahren hat er sie in einer Plattenbausiedlung in Berlin-Hellersdorf begonnen. Persönliche Beziehungen, die Sinnfrage und spirituelle Erfahrungen stehen dabei im Vordergrund. Besonders forderte Garth, dass Christen gegenüber ihrer atheistischen Umwelt sprachfähiger werden müssen. Dabei sei das Verhältnis von Naturwissenschaft und Glaube im Osten ein wichtiges Thema. Die von der Berliner Stadtmission im Auftrag der Evangelischen Kirche von Berlin gegründete Junge Kirche Berlin hat rund 170 Mitglieder, hauptsächlich ehemalige Atheisten.

 

 

Pastorenfrauen: Heilige Räume im Alltag entdecken

„Dem Ewigen auf der Spur – Heilige Räume im Alltag entdecken“ lautete das Motto der diesjährigen Tagung der Frauen der Pastoren in unserem Bund. Dazu trafen sich im Schloss Gnadenthal bei Kleve rund 30 Teilnehmerinnen. Andy Balsam (Recklinghausen) vom Gemeindejugendwerk Westfalen und seine Frau Melanie, die als Künstlerin tätig ist, luden die Teilnehmerinnen ein, an regelmäßigen Tageszeitgebeten in einem eigens dafür hergerichteten Stilleraum teilzunehmen. Ähnliche Stundengebete bieten die beiden mit großer Resonanz bei besonderen Aktionen in Essen an. Zudem motivierten sie die Pastorenfrauen, ihre Spiritualität in Bildern zu malen und darüber zu sprechen. Die beiden Referenten machten Mut zu einer Spiritualität, die das ausgreift, was im persönlichen Glauben bereits vorhanden ist. Zur Ruhe kommen, die Möglichkeit, sich in ein Ritual fallen zu lassen und nicht wieder eigenes leisten müssen – das wurde von vielen als angenehm empfunden. Doch es wurden dabei auch Fragen aufgeworfen: Ist dieser Frömmigkeitsstil eigentlich nicht alltags- und wirklichkeitsfremd? Wurden hier nicht Elemente eingebunden, die eher der fernöstlichen, als der christlichen Tradition verbunden sind? Die Fragen haben die Frauen angeregt, darüber nachzudenken, welcher Frömmigkeitsstil der eigene ist und was zur eigenen Überzeugung passt.

 
 
Elisabeth Flügge im Alter von 100 Jahre verstorben
Im Alter von 100 Jahren ist die langjährige Leiterin des Frauendienstes unseres Bundes, Elisabeth Flügge, am 16. März in Leichlingen-Weltersbach verstorben. Am 24. Januar hatte sie noch im dortigen Diakoniewerk Pilgerheim Weltersbach ihren runden Geburtstag gefeiert. Die aus den Niederlanden stammende Lehrerin war von 1953 bis 1964 zunächst als Reisesekretärin und anschließend bis 1976 als Vorsitzende des Frauendienstes (heute: Frauenwerk) tätig. Sie organisierte vor allem Schulungen für Mitarbeiterinnen. Von 1962 bis 1967 amtierte sie auch als Präsidentin des Frauenwerks der Europäischen Baptistischen Föderation (EBF) und zugleich auch als Vorstandsmitglied der Frauenarbeit des Baptistischen Weltbundes (BWA). Seit 1981 lebte sie im Ruhestand in Weltersbach. Generalsekretärin Regina Claas würdigte die Verstorbene in einem Nachruf als Vorbild und einer „Mutter in Christus“. Sie habe „auf außergewöhnliche und ansteckende Weise ihren Glauben und ihre Liebe zu Jesus gelebt“  und dabei in die Bundesgemeinden hinein und über die deutschen Grenzen weit hinaus gewirkt. 
 

 

„Leben mit Passion“ 
Der Landesverband Rheinland unseres Bundes stimmt die Mitglieder seiner Gemeinden in diesem Jahr besonders auf die Passionszeit ein. Dazu wurde unter rund 11.000 Gottesdienstbesuchern in 100 Gemeinden der Kalender „Leben mit Passion – 47 Tage frohbotschaften“ kostenlos verteilt. Durch Bibeltexte, Gedichte, Gebete, Erfahrungsberichte und Grafiken will der Kalender dazu beitragen, die Passionszeit bewusst zu erleben. „Ebenso sollen die Leser ermutigt werden, das Evangelium durch Wort und Tat an ihre Mitmenschen weiter zu geben“, teilte dazu Pastor Carsten Hokema (Oldenburg) vom Dienstbereich Mission mit, der den Kalender mit entwickelt hat. Er enthält viele praktische Anregungen, etwa Gebetsimpulse oder Tipps wie „Lade deinen Nachbarn zum Essen ein“. Der Kalender wurde federführend vom Arbeitskreis Mission des Landesverbands entwickelt. Dazu erklärte Sören Brünninghaus (Erkrath), Pastor im GJW Rheinland: „Mission beginnt beim ganz alltäglichen Lebensstil. Das, was die Leute gar nicht unbedingt als ‚christlich’ erkennen: politisch aktiv werden, Verantwortung übernehmen, kritisch konsumieren, Geselligkeit und das persönliche Gespräch suchen.“
 
 

Zehn Jahre Winterspielplatz in Stuttgart

Eine stattliche Bilanz: Rund 36.000 Besucher haben in den vergangenen zehn Jahren den Winterspielplatz der Gemeinde Bethelkirche in Stuttgart genutzt. Und der Besucherstrom reist nicht ab. Fast täglich schauen neue Interessenten vorbei, so Gemeindediakonin Kerstin Vachek. Sie werden durch Zeitungsartikel, das Internet und Mund-zu-Mund-Propaganda auf das Angebot aufmerksam. Mit dem Angebot biete man den Familien aus der Nachbarschaft einen geschützten Raum für die Kinder. Zudem stießen die Eltern immer auch auf „ein offenes Ohr“ für ihre Sorgen, Fragen und Nöte. Kerstin Vachek: „Wir wollen Menschen im Leben stärken und mit Gott in Berührung bringen. Unser Winterspielplatz ist ein wesentlicher und wirksamer Beitrag dazu.“

Für den Winterspielplatz, der von November bis Mitte März an drei Vormittagen und einem Nachmittag geöffnet ist, engagieren sich über 60 Gemeindemitglieder und Freunde. Einige Familien seien inzwischen regelmäßige Gottesdienstbesucher geworden und arbeiteten in der Gemeinde oder auf dem Winterspielplatz mit.

 

 

Gemeindeleiter leitet baden-württembergische AUF-Partei

Ein baptistischer Gemeindeleiter steht als Vorsitzender an der Spitze des baden-württembergischen Landesverbandes der „AUF-Partei für Arbeit, Umwelt und Familie - Christen für Deutschland“: der Unternehmer Kuno Gerst (Kirchheim/Teck), der auch die Gemeinde in Kirchheim leitet. Er wurde auf dem Landesparteitag in Weinstadt zum Nachfolger des früheren Regionalrates Helmut Staiger gewählt, der nun als Stellvertreter tätig ist. Auch Staiger gehört der  Baptistengemeinde an. Die beiden Politiker tauschten nach einer Pressemitteilung der Partei „in einem gut funktionierenden Team“ bei den turnusmäßig erfolgten Wahlen die Positionen. Nach Überzeugung von Gerst sind „Gemeindearbeit und politische Arbeit zwei Seiten ein und derselben Medaille“. Politische Arbeit sei genauso ein Ausdruck der Liebe Gottes zu den Menschen wie Gemeindearbeit.

 

 

Sind Aussiedlergemeinden gesetzlich?

Wie sind Aussiedlergemeinden in Deutschland wirklich? Wie beeinflusst ihre Geschichte in der früheren Sowjetunion ihre Theologie und ihr geistliches Leben heute? Das soll jetzt wissenschaftlich erforscht werden – durch das neu gegründete Institut für Theologie und Geschichte, das am Bibelseminar Bonn (Bornheim bei Bonn) angesiedelt ist. Wie Schulleiter Heinrich Derksen sagte, sei es unter anderem auch das Ziel des Instituts, einen besseren Überblick darüber zu erhalten, welche Glaubensauffassungen die Aussiedler vertreten. „Wir haben zwar eine gelebte Theologie, aber keine formulierte“, sagte Derksen. In den Medien würden Aussiedlergemeinden oft falsch dargestellt. Da berichtet man über die Kopftuchfrage – dass etwa einige Gemeinden von Frauen das Tragen von Kopftüchern fordern – oder über Eltern, die ihre Kinder ohne Erlaubnis zu Hause unterrichten wollen. Solche Gemeinden erregten durch eine strenge Gesetzlichkeit Aufsehen. Doch daneben gebe es auch Gemeinden, die einen zeitgemäßen Gemeindeaufbau betreiben. Für die Forschung stellt die Bibelschule den Theologen Johannes Dyck (Lemgo) an. Der 54-Jährige gehörte von 1981 bis 1989 der Kommission für Geschichte des Bundes der Evangeliumschristen-Baptisten in der Sowjetunion an. In Deutschland gibt es rund 500 russlanddeutsch geprägte Gemeinden. Die Schätzungen der Gesamtmitgliederzahl schwanken zwischen 70.000 und 150.000.

 

 

Erfolgreich missionieren mit Ostergärten

Ostergärten sind eines der erfolgreichsten missionarischen Projekte. Davon ist der Erfinder dieser geistlichen Erlebnisschau, der evangelische Gemeindediakon Lutz Barth (Linkenheim beim Karlsruhe), überzeugt. Er hat vor zehn Jahren gemeinsam mit seiner Frau Annette den ersten Ostergarten eingerichtet, in dem Besucher an verschiedenen Stationen den Leidensweg Jesu nacherleben können. Häufig seien sie so berührt, dass sie mehr über den christlichen Glauben wissen wollten, so Barth. Immer wieder berichteten Veranstalter, dass Besucher Christen geworden seien. Wie viele Ostergärten in diesem Jahr in der Passionszeit meist direkt vor Ostern eröffnet werden, weiß Barth nicht: „Es gibt eine hohe Dunkelziffer.“ Er schätzt, dass in diesem Jahr bis zu 100 Initiativen Ostergärten organisieren. Auf seiner Internetseite www.sinnenpark.de sind 23 Projekt aufgeführt, darunter sieben, die von Gemeinden unseres Bundes organisiert werden: Aschersleben, Berlin-Charlottenburg, Detmold, Ennepetal, Gütersloh, Hassenhausen und Offenburg.

 

 

Käßmann-Rücktritt: Gradlinigkeit statt Vertuschungen

Der Präsident unseres Bundes, Hartmut Riemenschneider (Marl), zollt der zurückgetretenen EKD-Ratsvorsitzende Margot Käßmann Respekt. Sie hatte nach dem Bekanntwerden einer Alkoholfahrt mit 1,54 Promille alle ihre kirchlichen Ämter niedergelegt. „Sie hat einen schweren Fehler begangen. Aber ihre Entschuldigung und ihr Rücktritt zeigen Gradlinigkeit“, schreibt Riemenschneider in einen Kommentar, der an alle Gemeinden verschickt wurde. Er fügt hinzu: „Damit ist sie ein Vorbild, wie man auch auf Versagen reagieren kann – eben nicht wie so oft üblich mit Vertuschungen und Erklärungen.“ Für die EKD sei ihr Rücktritt ein herber Verlust. In ihrer öffentlichkeitswirksamen Präsenz habe Margot Käßmann auch für andere Evangelische wie die Freikirchen mitgesprochen: „Ihre mutige und klare Stimme wird fehlen.“ Gleichzeitig sei ihr Rücktritt ein Gewinn an Glaubwürdigkeit.

 
 

Taufstreit in Bad Mergentheim spitzt sich zu

Eine Kontroverse um den Austritt der Evangelischen Kirchengemeinde in Bad Mergentheim aus der örtlichen Evangelischen Allianz spitzt sich zu. Die Gemeinde hatte die Allianz aus Protest am Taufverständnis der Baptisten verlassen, weil die dort angeblich praktizierte „Wiedertaufe“ gegen Schrift und Bekenntnis verstoße. Deren Pastor, Janusz Blonski, ist Vorsitzender der Allianz. Auch an der Allianzgebetswoche hatte die Kirchengemeinde in diesem Jahr nicht teilgenommen. Jetzt erläuterte die Pfarrerin der Evangelischen Kirchengemeinde, Gabriele Arnold, im evangelischen Gemeindeblatt „Lebenszeichen“ weitere Hintergründe zum Austritt: „Die Taufe ist Heilshandeln Gottes und nicht Bekenntnisakt der Menschen“, schreibt sie. Die Taufe sei nach evangelischem Verständnis „ein Geschenk Gottes“. Sie sei lebenslang gültig und dürfe nicht wiederholt werden. Nach Blonskis Worten schadet die Pfarrerin nicht nur der Baptistengemeinde in Bad Mergentheim mit ihren undifferenzierten Äußerungen, sondern auch unserem Bund. Inzwischen hat sich auch der Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz, Hartmut Steeb (Bad Blankenburg/Stuttgart), in die Kontroverse eingeschaltet. Er zeigte sich vom Verhalten der Verantwortlichen in der Kirchengemeinde „bestürzt“. Die Evangelische Allianz sei 1846 gerade trotz des unterschiedlichen Taufverständnisses gegründet worden.

 
 

Usbekistan: Baptist zu zehn Jahren Haft verurteilt

In Usbekistan ist ein Baptist wegen Verkaufs von Drogen zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt worden. Das berichtet die christliche Menschenrechtsorganisation Forum 18 (Oslo). Es handelt sich um Tohar Haydarov (Guliston), der am 18. Januar in der Region Syrdarya in Zentralusbekistan verhaftet worden war. In seinem Haus hatte die Polizei Rauschgift gefunden. Nach Angaben von Forum 18 sind Baptisten in Haydarovs Umfeld aber überzeugt, dass die Drogen dort platziert wurden und die Vorwürfe konstruiert sind. Der Christ sei unschuldig und für seine religiösen Aktivitäten bestraft worden. Er sei in der Haft auch gefoltert und bedrängt worden, seinen christlichen Glauben zu verleugnen. Der 28-Jährige ist Mitglied in einer baptistischen Gemeindebewegung, die eine staatliche Registrierung ablehnt.

 

 

100.000 Euro für die Erdbebenopfer in Chile

Unser Bund stellt für die Erdbebenopfer in Chile 100.000 Euro bereit. Dies beschloss die Bundesgeschäftsführung. Die Gelder werden über die Europäische Baptistische Mission (EBM/MASA) an den argentinischen Baptistenbund weitergeleitet, der bereits Hilfskräfte nach Chile geschickt hat. Bei dem schweren Erdbeben Ende Februar in Chile und den anschließenden Tsunami waren mehr als 800 Menschen zum Leben gekommen. Rund eine halbe Million Wohnungen wurden zerstört. Mit einer Stärke von 8,8 war es einer der schwersten jemals gemessenen Beben. Die Bundesgeschäftsführung sah von einem besonderen Spendenaufruf ab, da der Kastrophenfonds des Bundes in der letzten Zeit durch die Großzügigkeit vieler Spender sehr gut gefüllt wurde. Nach Angaben von EBM-Referent Carlos Waldow habe man als Soforthilfe bereits 20.000 Euro weitergeleitet. Arturo Köbernick, der EBM-MASA-Repräsentant in Argentinien, und ein weiterer Mitarbeiter organisierten die nächsten Schritte. „Wir wollen nicht einfach Geld schicken, ohne ganz genau zu wissen, dass es an der richtigen Stelle eingesetzt wird“, so Waldow. Mit dem ersten Spenden seien Nahrungsmittel, Medikamente und Trinkwasser bezahlt worden. Darüber hinaus wolle man nun Alubleche von Argentinien nach Chile liefern, um daraus Hütten für die Obdachlosen errichten zu lassen. In Chile gebe es solche Bleche nicht mehr zu kaufen.

 

 

Palästinenser-Christ spionierte für Israel

Der Sohn eines prominenten Führers der Hamas-Bewegung – er hatte sich 2008 öffentlich zum christlichen Glauben bekannt – hat jahrelang für den Inlandgeheimdienst Israels „Schin Beth“ gearbeitet und damit zahlreiche Attentate verhindert. Das schreibt Mussab Hassan Jussef (31), der älteste Sohn von Scheich Hassan Jussef, dem Führer und Mitbegründer der Hamas im Westjordanland, in seinem gerade erschienenen Buch „Son of Hamas“ (Sohn der Hamas). Dort heißt es auch, dass die einzige Chance für einen dauerhaften Frieden im Nahen Osten das Gebot Gottes sei, seine Feinde zu lieben. Mussab Hussef, der sich jetzt „Joseph“ nennt, ist Baptist. Er sei 2004 Christ geworden, vier Jahre nachdem ihn ein Freund zu einem Bibelstudienkreis eingeladen und er daraufhin begonnen hatte, die Bibel für sich selbst zu lesen. Seit zwei Jahren lebt er in den USA.

 

 

Neues Album von Johnny Cash: „Ain’t No Grave“

Sieben Jahre nach seinem Tod erschien vor kurzem ein neues Musikalbum des US-amerikanischen Countrysängers und Baptisten Johnny Cash. Das Album ist in der noch zu Lebzeiten von Cash initiierten „American“-Reihe erschienen und trägt den Titel „American VI: Ain’t No Crave“ (Es gibt kein Grab). Cash’s Produzent Rick Rubin nennt das Album „wie von einer anderen Welt“. Alle Stücke wurden wenige Monate vor Cash’s Tod eingespielt. Er litt in dieser Zeit unter dem Tod seiner Frau June Carter Cash. Auch er selbst wusste, gekennzeichnet von einer schweren Nervenkrankheit, dass er nicht mehr lange leben würde. Doch er hatte keine Angst vor dem Tod. Und so singt er im Titelsong überzeugt davon, dass er nicht im Grab bleiben, sondern auferstehen werde. Ein Bild der Auferstehung zeichnet er in seinem wohl letzten Lied, das er selbst geschrieben hat und das auf dem Alben ebenfalls enthalten ist. Es heißt „1. Korinther 15,55“: Da sieht er, wie Jesus Christus ihm zuwinkt. Cash hat über 100 Platten mit Millionenauflagen veröffentlicht. In seinem Leben gab es wiederholt schwere Krisen. So war er alkoholkrank und medikamentensüchtig. Ab 1967 wandte er sich dem christlichen Glauben zu. Als sein geistlicher Ziehvater gilt der Evangelist und Baptistenprediger Billy Graham, mit dem Cash oft gemeinsam auftrat.

 

 

Baptisten ohne kritische Distanz zum NS-Staat

Die Baptistengemeinden hatten sich im Nationalsozialismus dem diktatorischen Regime zu stark angepasst. Zu diesem Fazit kommt der Berliner Baptist Hans-Joachim Leisten in seinem gerade im WDL-Verlag erschienenen Buch „Wie alle anderen auch“. Eine eng geführte Theologie, der Obrigkeit untertan sein zu müssen, und eine einseitige Orientierung auf Mission und Taufe hätten eine kritische Distanz zum NS-Staat verhindert, stellt der Autor fest. Für seine Arbeit hat Leisten, der zum Verein für Freikirchenforschung gehört, fünf Jahre lang im Oncken-Archiv auf dem Gelände des Bildungszentrums Elstal 327 Festschriften von 229 Gemeinden aus jener Zeit ausgewertet. In einem Anhang präsentiert der in Hamburg lebende Ruhestandspastor Roland Fleischer die bisher vollständigste Reihe von Lebensläufen von judenchristlichen Baptisten. Er hat 24 Lebensläufe zusammengetragen. Das Buch „Wie alle anderen auch“ ist in der Reihe „Freikirchliche Beiträge zur Theologie“ als Band 16 erschienen, hat 190 Seiten, kostet 20 Euro und kann über die Oncken-Versandbuchhandlung bezogen werden.

 

 

Die Karwoche bewusst gestalten

Mit einem neuen Projekt, der Zeitschrift „Auszeit – Impulse für die Karwoche“, lädt die OnckenStiftung (Bad Homburg) die Mitglieder und Freunde in den über 800 Gemeinden unseres Bundes in diesem Jahr ein, sich bewusst mit dem Geschehen rund um Karfreitag und Ostern zu befassen. Die kostenlose Zeitschrift erhält für jeden Tag eine Kurzandacht und eine Osterpredigt des baptistischen Theologen Ernst-Peter Weldin (Siek bei Hamburg). „Kreuz und Auferstehung stehen für Vergebung unserer Schuld und geben uns Kraft, um Vergebung zu bitten und dort Verantwortung zu übernehmen, wo wir selbst schuldig geworden sind“, schreibt der Vorsitzende der OnckenStiftung, Heinz Sager (Bad Homburg), im Vorwort. Mit der Zeitschrift, die in einer Auflage von 20.000 Exemplaren gedruckt wurde, beschreitet die OnckenStiftung Neuland. Denn erstmals stellt sie nicht nur Blinden und Sehbehinderten eine geistliche Ansprache mit Hilfe einer Hör-CD zur Verfügung, sondern auch Sehenden - durch die Zeitschrift. Leser und Hörer bildeten auf diese Weise eine „besondere Hörgemeinschaft“, schreibt Sager. Die Zeitschrift „Auszeit“ ist direkt an die Gemeinden geliefert worden.

 

 

Andacht zum Monatsspruch Mai

 

Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht. Hebräer 11, 1

 

Aus Erfahrung gut

Vertrauen ist gut - Kontrolle ist besser, sagt man. Wie vage und unsicher klingt dagegen dieser Satz aus dem Hebräerbrief. Hoffen kann man viel und Zweifel kann man jemandem ausreden. Damit ist aber nichts gewonnen, keinerlei Sicherheit und keine Zuverlässigkeit. Sicherlich vermag der Glaube einiges. Glaube kann Berge versetzen. Dafür gibt es genug Beispiele. „Hätten wir nicht an den Sieg geglaubt, dann wäre das Spiel verloren gegangen", hört man immer wieder von Trainern oder Spielern. Es heißt, dass positiv eingestellte Menschen, d.h. diejenigen, die an Heilung glauben, die besseren Prognosen haben. Der Glaube an Heilung stärkt und mobilisiert die Abwehr- und Heilungskräfte. Umgekehrt destabilisiert und demontiert der Misstrauische sich selbst und tritt den Sieg an seine Krankheit ab.

 

Ist Glaube, und ich meine nun den Glauben, von dem der Hebräerbrief redet, ist dieser Glaube so etwas wie Zweckoptimismus? Ist Glaube eine Suggestionskraft, die Kräfte mobilisiert und Zuversicht einimpft? Setzt der Glaube auf etwas, dass zwar in Erfüllung gehen, sich aber genauso gut als Flop   erweisen kann?

 

„Glaube ist der Vogel, welcher singt, wenn die Nacht noch dunkel ist," sagt ein Sprichwort. Nein, der Vogel singt nicht, um sich Mut zu machen. Sein Singen ist kein „Pfeifen im dunklen Wald“, um die Angst zu vertreiben. Der Vogel singt ja nicht absichtslos um abzuwarten, was passiert, ob es irgendwann hell wird oder ob's für immer dunkel bleibt. Nein, der Vogel „weiß“ ganz genau, dass nach dem Dunkel der Nacht immer das helle Licht des Tages folgt. Das ist sicher. Das hat er immer wieder erfahren, so ist die Realität.

 

Der Glaube, von dem der Hebräerbrief redet, ist kein Blindflug mit offenem Ausgang, kein Glauben ins Vage hinein. Der Brief richtet sich ja an Menschen, die schon eine Weile im Glauben an Jesus unterwegs sind. Sie sind aus verschiedenen Gründen müde geworden. In Kapitel 11 werden sie an die vielen Gläubigen des Alten Testaments erinnert. Nicht, um vom Problem abzulenken, sondern um ihnen die Geschichte vom Handeln Gottes in Erinnerung zu rufen: die schon über viele Generationen geht und in die sie selbst einbezogen sind. Sie werden angesprochen als solche, die bereits Erfahrungen haben mit dem Gott, der sich in Jesus offenbart hat. Es gibt also gute Gründe für ihren Glauben. Er ist „aus Erfahrung gut!"

 

Thomas Seibert

 

 

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