Ausgabe Oktober

28/10/2010 19:19

 

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Klaus Rösler

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Liebe Kolleginnen und Kollegen in den Gemeindebriefredaktionen,

 

so schnell war dieser Newsletter wohl noch nie. Noch ist die 3. Konferenz für Weltevangelisation noch nicht beendet – dennoch gibt es bereits eine erste zusammenfassende Meldung in dieser Nachrichtenzusammenstellung. (Wer mehr wissen will, schaue bitte bei www.oncken.de unter News nach). In Kapstadt beraten 4.000 Experten und kirchliche Repräsentanten darüber, wie die gute Nachricht von Jesus Christus im 21. Jahrhundert so weitergegeben wird, dass Menschen zum Glauben finden. Ganz erstaunliche Informationen hört man dort, wie etwa jene, dass es im Iran eine große Offenheit für das Evangelium unter Muslimen gibt. Sicherlich ein Anlass, für die Geschwister in dem Land zu beten.

 

Was in dieser Nachrichtensammlung sicher nicht nur mir auffällt, sind die vielen Jubiläumsmeldungen. 30, 40, 50 oder 100 Jahren von Werken und Gemeinden werden vermeldet. Wichtig ist mir dabei der Aspekt, dass neben dem Rückblick immer auch die Zukunft in den Blick genommen wird.

 

Nachdenklichkeit in den Leitungsgremien unseres Gemeindebundes wird sicherlich eine Meldung aus Hessen auslösen: In Frankfurt am Main haben Baptisten aus einer unserer Gemeinden eine neue Gemeinde gegründet – die sich dem Bund Freier evangelischer Gemeinden anschließen wird. Auch wenn es keine Konkurrenz zwischen unseren Bünden gibt, ist eine solche Entscheidung sicher nicht alltäglich.

 

Ich konnte eine Meldung kaum glauben, die mit zuerst im Internet und in den Tageszeitungen begegnete, bevor ich selber nachrecherchierte. Danach schlagen wir Freikirchler unsere Kinder häufiger als andere gesellschaftliche Gruppen. Kann das stimmen? Hört Euch doch mal in Euren Gemeinden um.

 

Viel Freude bei der Auswahl der passenden Nachrichten für Euren Gemeindebrief wünscht – wie immer –

 

Euer Klaus Rösler

 
In dieser Ausgabe

 

Deutschland

Schlagen Freikirchler ihre Kinder häufiger?

Leitungswechsel im Forum Wiedenest

50 Jahre Bibelschule Burgstädt

Was Pastoren vor einem Burnout schützt

40 Jahre Jesus Center in Hamburg: Straßenfest

Trost durch die Bibel

Update-Jugendgottesdienst: Besser als jeder Energy-Drink

Taufe mit Fußfesseln

Familienferienstätten unter Druck – aber mit Zukunft

Lebendige Gemeindepartnerschaft am Tag der Einheit

GJW Thüringen startet durch!

Männerchöre verspüren leichten Aufwind

100 Jahre Immanuel Kapelle Berlin-Weißensee

Leichlingen: Wasserschaden im Familienzentrum Kuhle

Schwerin: Wo Menschen Hilfe für ihr Leben erfahren sollen

100 Jahre Baptisten in Potsdam

30 Jahre Albertinen-Haus: Motor für die Entwicklung der Altersmedizin

Eine Neue im Bethel-Vorstand: Ein klares Signal für Kontinuität

Bibelschüler im biblischen Alter

HimmelsZeichen – Gottes geliebte Menschen in Dortmund

Was vier ehrenamtliche Evangelisten in Hannover erlebten

Bundesevangelist i.R. Manfred Walz bei „Impulstagen“ in Sachsen

Gesunde Kita für alle: Fit bleiben

Platz für Dinos auch auf der Arche Noah

Kinder ohne Zukunftsperspektive – und wie Christen helfen

Männer sind anders – Frauen auch!

 

Allianz und Ökumene

Freie evangelische Gemeinden: Weg frei für Pastorinnen

Neue evangelikale Gemeinde „Mosaik – Kirche für Frankfurt“ offiziell gegründet

Christliche AUF-Partei orientiert sich an Schweizer EVP

Initiative Hoffnung läutet heiße Phase ein

Zeitzeugen der NS-Zeit in Gera mit jungen Menschen im Gespräch

Diakoniepräsident Kottnik tritt überraschend zurück

Mit Kursen für den christlichen Glauben werben

Die Bibel ist kein naturwissenschaftliches Lehrbuch

 

Ausland

Lausanne: Evangelisation muss in die Mitte christlicher Arbeit

Evangelische und Baptisten Europas unterzeichnen Kooperationsvereinbarung

Neue Baptistengemeinden: Mehr als 4.000 Glaubensentscheidungen

Rollstühle für Bedürftige in Thailand

Baptistischer Männerchor auf Missionstour in Rumänien

Philippinen: Baptistenpastor erschossen

 

Medien

Neu bei Oncken: Das Leben am Theologischen Seminar Hamburg im Film

Medienkritik: Sex und Gewalt verdrängt Christliches

Andacht zum Monatsspruch Dezember 2010

 

 

Schlagen Freikirchler ihre Kinder häufiger?

Kinder aus freikirchlichen Familien werden besonders häufig geschlagen. Das behauptet der Direktor des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen, Prof. Christian Pfeiffer (Hannover). Zu Begründung verweist er auf eine Umfrage seines Instituts unter 45.000 jungen Leuten – darunter 600 Freikirchler - im Alter zwischen 14 und 16 Jahren: „Es gibt keine andere Gruppe, auch nicht bei den Muslimen, die so häufig bei der Erziehung zum Schlagen Zuflucht nimmt, wie das bei diesen Evangelikalen der Fall ist.“ 73 Prozent der Kinder aus den tiefgläubigen Familien würden geschlagen. Je religiöser die Eltern seien, desto weniger kümmere es sie, dass körperliche Züchtigung in Deutschland seit dem Jahr 2000 verboten sei. In den 14 Mitglieds- und Gastmitgliedskirchen der Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF) wird die Studie nach den Worten ihrer Präsidentin, Rosemarie Wenner (Frankfurt am Main), sehr ernstgenommen. „Wir wollen uns selbstkritisch damit auseinandersetzen. Wenn Eltern in unseren Gemeinden die Treue zur Bibel derart missverstehen würden, dass sie Kinder prügeln, gäbe es dringenden Handlungsbedarf“, so die Bischöfin. Der Präsident unseres Bundes, Hartmut Riemenschneider, sagte, er könne das Ergebnis nicht nachvollziehen: „Wir distanzieren uns schon lange von körperlicher Züchtigung.“ Aus der eigenen seelsorgerlichen Praxis seien ihm nur Einzelfälle bekannt. Der Leiter des evangelikalen Bibelseminars Bonn, Heinrich Derksen (Bornheim bei Bonn), hält es durchaus für möglich, dass Christen, die konsequent nach der Bibel leben wollten, ihren Kindern hin und wieder „einen Klaps“ gäben. Über die Qualität ihrer Erziehung sage dies nichts aus. Der Dekan der Freien Theologischen Hochschule (FTH) Gießen, Stephan Holthaus, sieht die ganze Studie skeptisch, vor allem deshalb, weil die Freikirchen besonders herausgepickt worden seien. Es sei falsch, „eine ganze Bewegung undifferenziert in Sippenhaft zu nehmen." Für Holthaus, Mitglied in der Baptistengemeinde in Gießen, ist klar: „Die allermeisten Freikirchler und Landeskirchler praktizieren eine gewaltfreie Erziehung."

 

 

Leitungswechsel im Forum Wiedenest

Als neuer Leiter der Biblisch-Theologischen Akademie Wiedenest (Bergneustadt bei Gummersbach) wurde der Baptist Horst Afflerbach eingeführt. Der 57-jährige promovierte Theologe tritt die Nachfolge von Ulrich Neuenhausen an, der zum Jahresende Leiter vom Forum Wiedenest (früher: Missionshaus Bibelschule Wiedenest) wird. Der zuvor in der Gemeindearbeit tätige Afflerbach lehrt seit 1985 die Schwerpunkte Dogmatik, Ethik und Gemeindepraxis. Neben Afflerbach sind weitere Baptisten als Dozenten und Gastlehrer an der Akademie tätig. Wie Afflerbach sagte, prüft die Ausbildungsstätte derzeit die Möglichkeit, neue Partnerschaften zu anderen Hochschulen aufzubauen, um so generell anerkannte Bachelor-Abschlüsse anbieten zu können. Zu den Herausforderungen der Akademie gehöre, einerseits theologisch klar und bibeltreu zu bleiben und andererseits weltoffen die theologische Auseinandersetzung zu suchen. Afflerbach unterstrich die enge Verbundenheit der Akademie mit unserem Bund. Ein zweijähriger Kurs wird als „gemeinsame Bibelschule“ gemeinsam mit dem Bund verantwortet. 

 

 

50 Jahre Bibelschule Burgstädt

Die Bibelschule Burgstädt (bei Chemnitz) in Sachsen ist 50 Jahre alt geworden. 300 Besucher begingen das Jubiläum mit einem Fest. An der evangelikalen Ausbildungsstätte – einer Einrichtung der Brüderbewegung – werden ehrenamtliche Mitarbeiter für die Gemeindearbeit geschult. Im Festvortrag zum Thema „Biblische Werte in einer pluralistischen Welt“ unterstrich der Theologe und Soziologe Prof. Thomas Schirrmacher (Bonn) die Notwendigkeit des regelmäßigen Bibelstudiums für einen Christen. Nur dann sei man gewappnet, um von den Veränderungen in der Gesellschaft im Glauben nicht angefochten zu werden. Der Publizist und Bibellehrer Karl-Heinz Vanheiden (Gefell/Vogtland) nannte es „höchst erstaunlich, dass diese Bibelschule vor 50 Jahren in einem atheistischen Staat gegründet werden konnte, der heute von der offiziellen Politik ein ‚Unrechtsstaat’ genannt wird“. Trotz allen Unrechts in der DDR zeige ein Blick in die Geschichte: „Wenn Gott etwas in die Hand nimmt, dann wird etwas daraus.“ Seit 1994 bietet die Bibelschule eine dreimonatige Kurzbibelschule an. Derzeit sind 16 Studierende eingeschrieben. Damit hat der Kurs seine Kapazitätsgrenze erreicht, so Hausleiter Thomas Riedel.

 

 

Was Pastoren vor einem Burnout schützt

Pastoren sollte ein Hobby haben und Sport treiben – und sich Abstand vom Alltag schaffen. Diesen Rat gab Dr. Martin Grabe, Chefarzt der psychotherapeutischen Abteilung der Klinik Hohe Mark in Oberursel, den bis zu 60 Teilnehmern der Studientagung der Pastorenschaft im Landesverband Niedersachsen/Ostwestfalen/Sachsen-Anhalt (NOSA). Das schützte vor einem Burnout, so Grabe. Das Treffen im Stephansstift in Hannover stand unter dem Thema „Liebe dich selbst!“.  Wie Grabe weiter sagte, seien vom Burnout häufig leistungsorientierte Menschen mit hohen Ansprüchen und Idealen betroffen. Sowohl  die „inneren Antreiber“ - wie z.B. gemocht und anerkannt zu werden - als auch die „äußeren Antreiber“ - etwa Druck durch soziale oder berufliche Situationen - könnten zu einem Burnout beitragen. Zudem sei es nicht die eigentliche Arbeitsanforderung, sondern der mangelnde Erfolg bzw. das Nichtbeachtet werden, das Menschen ausbrennen lässt. Grabe riet auch, bei Bedarf die Hilfe eines Supervisors in Anspruch zu nehmen, oder auch eine Psychotherapie zu machen. Der frühere Rektor des Theologischen Seminars Elstal, Edwin Peter Brandt DD, gab Tipps, wie Pastoren und Pastorinnen in ihrem Dienst geistlich gesund bleiben können. Er warnte unter anderem vor Einsamkeit oder Isolation als Folge einer unklaren oder überhöhten Erwartung, sowohl von Seiten der Gemeinde als auch von sich selbst.  Wenn die Zeit knapp wird, sparten Pastoren nicht selten an der eigenen Stillen Zeit mit Gott. Dies sei ein Fehler, weil gerade das Auftanken wichtig sei, wenn man nicht „auf der Strecke bleiben“ will.

 

 

40 Jahre Jesus Center in Hamburg: Straßenfest

Mit einem Straßenfest und einem „historischen Spaziergang“ hat das überkonfessionelle Jesus Center in Hamburg-St. Pauli sein 40-jähriges Bestehen gefeiert. Der Spaziergang im Anschluss an den Festgottesdienst führte von der Baptistengemeinde Hamburg-Altona zum Jesus Center. Dabei wurde daran erinnert, dass das Werk aus einer missionarische Arbeit der Baptistengemeinde unter jungen Leuten zur Zeit der Jesus-People-Bewegung hervorgegangen sei. 48 „Rocker“ und teilweise drogen- und alkoholsüchtige Jugendliche seien damals Christen geworden. 1970 wurde ein eigener überkonfessioneller Trägerverein gegründet. Das Jubiläumsstraßenfest zählte über 2.000 Besucher. Ehrengast war der Begründer des sozialdiakonischen Kinderhilfswerk „Arche“, Bernd Siggelkow (Berlin). In der Festpredigt betonte er, dass es wichtig sei, nicht nur an Gott zu glauben, sondern auch an die Kinder. Man müsse ihr Selbstwertgefühl stärken, ihnen etwas zutrauen und ihnen so vermitteln, dass sie wertvoll sind. Heute betreibt das Jesus Center eine Bollerwagenarbeit, um mit Kindern im Viertel zu spielen, eine Beratungsstelle, Hausaufgabenhilfe sowie Musik- und Lernangebote. Zudem betreibt das Jesus Center das Café Augenblicke.

 

 

Trost durch die Bibel

Die Bibel als hilfreiches Buch in Krisenzeiten präsentierte der Alttestamentler Prof. Dr. Michael Rohde vom Theologischen Seminar Elstal (FH) bei drei Bibeltagen in Pinneberg. Durch die Bibel erfahren Menschen Hilfe in Krisen bis heute, denn der lebendige Gott Israels und Vater Jesu Christi zeige durch die Bibel Wege zum Leben, so Rohde. Am Beispiel vom Buch Hiob zeigte Rohde auf, wie schwer er Menschen fallen kann, andere zu trösten. Es sei letztlich ein „Seiltanz“. Man müsse es aushalten, dass Trostversuche auch scheitern. Es sei letztlich immer ein Geschenk Gottes, vom Leiden zum Loben zu kommen. Der rege Austausch in kleinen Gruppen im Anschluss nach den Referaten ließ erkennen, dass die Teilnehmer die Fragestellungen auch aus dem eigenen Leben kennen. Rohde hielt in der seit einigen Monaten pastorenlosen Gemeinde auch die Sonntagspredigt zum Thema „Herausgefordert durch Gottes Liebe“. Gott führe mit „Seilen der Liebe“.

 

 

Update-Jugendgottesdienst: Besser als jeder Energy-Drink

Ein überkonfessioneller Jugendgottesdienst mit baptistischen Wurzeln findet im Berlin immer mehr Resonanz. Darüber freut sich der Pastor der Gemeinde Berlin-Weißensee, Thorsten Milkowski. Vor kurzem fand der Gottesdienst in seiner Gemeinde statt – mit rund 100 Gästen. Ursprünglich war der Gottesdienst in der Gemeinde Berlin-Prenzlauer Berg entwickelt worden. Jugendliche aus Weißensee kamen hinzu und versuchen nun auch, andere Gemeinden zur Mitwirkung zu motivieren. Nach Angaben der Gemeindepädagogin Agnes Senger aus Weißensee „ist der Update dazu da, um sich von Gott updaten zu lassen, um aufzutanken und auf moderne Art und Weise Gott zu erfahren.“ So wie die Programme auf Computern immer wieder aktualisiert werden, müssten auch Menschen sich durch Gott „auf den neuesten Stand bringen lassen“. Der letzte Update-Jugendgottesdienst stand unter Motto „Xtrem - Gottes Kraft ist besser als jeder Energy-Drink“. Die Predigt hielt Agnes Senger. Sie lud die Jugendlichen zu starkem Gottvertrauen ein: „Ich kann alles tun, weil Jesus mir die Kraft dazu gibt“. Der Gottesdienst soll in Berlin weiter vernetzt werden, um auch kleinen Gemeinden die Möglichkeit zu bieten, tolle Jugendgottesdienste anzubieten.

 

 

Taufe mit Fußfesseln

In der Gemeinde Lüneburg wurde ein Strafgefangener getauft. Extra für den Gottesdienst konnte der Vietnamese die Justizvollzugsanstalt – in Begleitung – verlassen. Allerdings hatte man ihm Fußfesseln angelegt, mit denen er dann auch in das Taufbecken stieg. Der Kontakt zu dem 45-jährigen Mann ist über das Gefängnisteam der Gemeinde entstanden. Seit viereinhalb Jahren besuchen fünf Baptisten an jedem Montagnachmittag die Justizvollzugsanstalt in Lüneburg, um mit Interessenten einen Glaubenskurs durchzuarbeiten oder auch über biblische Themen zu diskutieren. Der Täufling war wegen schweren Raubs 2007 verhaftet und zu fünfeinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden. Von Anfang an hatte er seine vietnamesische Bibel in die Haft mitgenommen. Wie er den Baptisten mitteilte, habe er nach seiner Verhaftung eine Woche lang geweint. Anschließend habe er eine ungewöhnliche, intensive Gotteserfahrung gemacht. Er habe seitdem die Bibel vier Mal komplett durchgelesen. Dabei sei in ihm der Wunsch geweckt worden, sich biblisch taufen zu lassen.

 

 

Familienferienstätten unter Druck – aber mit Zukunft

Hoher Besuch in der Familienferienstätte Dorfweil: Die Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft der Familienferienstätten, die SPD-Bundestagsabgeordnete Gabriele Lösekrug-Möller (Hameln), schaute vorbei. Sie wurde vom Dorfweil-Leiter Rainer Chrupala, dem Vorsitzenden des Trägervereins Michael Geisler (Siegen) und dessen Stellvertreter Ulrich Nikesch (Usingen) herzlich willkommen geheißen. Nach einem Rundgang durch das Haus zeigte sie sich davon überzeugt, dass die 110 gemeinnützigen Familienferienstätten in Deutschland in Zukunft als Urlaubsanbieter an Bedeutung gewinnen werden, weil die Familie in Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen werde. Hier könnten die Häuser mit ihren insgesamt rund 14.000 Betten und rund 1,7 Millionen Übernachtungen jährlich unverwechselbare Angebote machen. Viele Kinder würden heute gemeinsame Mahlzeiten am Tisch mit anderen nicht mehr kennen. In den Einrichtungen könnten sie lernen, dass man sich „auch einmal selber ein Butterbrot schmieren kann“. Lösekrug-Möller räumte ein, dass die Angebote der Häuser noch nicht ausreichend bekannt seien. Zudem ständen sie im Wettbewerb „mit Billigfliegern und All-Inclusive-Angeboten“. Die evangelische Christin, die auch als Vorsitzende der evangelischen Familienerholung im Diakonischen Werk der EKD amtiert, unterstrich die Bedeutung der konfessionellen Ausrichtung der Häuser: „Es ist wohltuend für alle, die ein- und ausgehen, wenn der Kern spürbar ist.“ Durch freiwillige Angebote zur christlichen Weltanschauung bekämen die Familienferienstätten ein unverwechselbares Profil.

 

 

Lebendige Gemeindepartnerschaft am Tag der Einheit

Den Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober feierten Baptisten aus dem ostwestfälischen Lage und dem thüringischen Oberellen gemeinsam. Seit 1992 besteht zwischen beiden Gemeinden eine Partnerschaft. Zum 20. Jahrestag der Wiedervereinigung besuchten 32 Personen aus Oberellen jetzt ihre Freunde in Lippe. Das Treffen stand unter dem Motto „Wir sind eins“. In einer Bibelarbeit am Samstagmorgen wurde anhand von Epheser 4 darüber nachgedacht, dass Gott den Christen Einheit und Gemeinschaft unabhängig von politischen Systemen geschenkt hat. Allerdings wurde auch immer wieder darauf hingewiesen, dass die politische Vereinigung von Deutschland ebenfalls als ein Geschenk Gottes empfunden wird. Der Dank an Gott für sein Wirken spiegelte sich dann auch manchen Gebeten wider. Der Lagenser Gemeindepastor Lothar Leinbaum nannte es ein Geschenk, dass er als Westdeutscher acht Jahre lang im Bundesland Brandenburg habe arbeiten dürfen So habe er das Lebensgefühl in den neuen und in den alten Bundesländern kennengelernt. Beim Abendmahlsgottesdienst am Sonntagmorgen wirkten Mitarbeiter beider Gemeinde mit. In seiner Predigt über 2. Korinther 9 wies Pastor Michael Meißner (Oberellen) daraufhin, dass es sich lohnt, in Gemeinschaft zu investieren. Dort gelte: „Wer kärglich sät, wird auch kärglich ernten“.

 

 

GJW Thüringen startet durch!

Erstmals seit 1995 hat das Gemeindejugendwerk Thüringen wieder einen Landesjugendpastor: Antonio Israel. Der 26-Jährige hat im Sommer sein Theologiestudium am Theologischen Seminar in Elstal (FH) abgeschlossen. Ermöglicht wurde die Einrichtung der Stelle in Weimar für die Dauer des dreijährigen Vikariates durch die finanzielle Unterstützung anderer Gemeindejugendwerke und Landesverbände. Mit 31 Gemeinden und etwa 2.150 Mitgliedern ist der Landesverband Thüringen einer der kleinsten des Bundes. Die GJW-Bundeskonferenz hat deshalb eine große Unterstützungsaktion für die GJW-Arbeit in Thüringen ins Leben gerufen. Vor Jahren wurde so bereits erfolgreich und nachhaltig die Kinder- und Jugendarbeit in Bayern und Mecklenburg-Vorpommern wieder aktiviert. Nachdem im letzten Jahr Karl-Heinz Brühl die Geschäftsführung des thüringischen GJW übernommen hat, ist das Team nun komplett.

 

 

Männerchöre verspüren leichten Aufwind

Die Männerchöre in unserem Bund verspüren leichten Aufwind. So hieß es beim Bundes-Männerchortag der Männerchor-Vereinigung (MCV) in Oranienburg. Im 20. Jahr nach der deutschen Wiedervereinigung fand das Treffen mit 35 Teilnehmern erstmals im Gebiet der ehemaligen DDR statt. So nehme in manchen Gemeinden das Interesse am Männerchorgesang zu. Auch wachse seit einiger Zeit die Zahl der Empfänger der Rundbriefe, teilte der auf dem Treffen wiedergewählte Vorsitzende Hans-Ulrich Ambacher (Kassel) mit. Auch die Zahl der MCV-Einzelmitglieder wächst stetig: 39 Männer gehören dazu. Die missionarischen Einsätze der Projektchöre im In- oder Ausland sind ebenfalls beliebt. Angesichts des verhältnismäßig hohen Altersdurchschnitts erscheint es allerdings notwendig, hieß es in Oranienburg offen, kurz- bis mittelfristig jüngere Sänger hinzuzugewinnen. Ambacher sagte, dass  der Vorstand künftig stärker in die Offensive gehen will. So sollen Chöre besucht werden und Schulungen für Dirigenten und Sänger das musikalische Niveau heben. Zudem soll neues Liedgut entwickelt werden, das Menschen aller Generationen erreicht. Auch arbeite man daran, dass die Männerchöre ihren ehemals festen Platz im Gottesdienst wieder neu einzunehmen. Hauptanliegen bleibe es, im Gesang das Evangelium von Jesus Christus zu verkündigen.

 

 

100 Jahre Immanuel Kapelle Berlin-Weißensee

Die 100 Jahre alte Immanuel-Kapelle der Gemeinde Berlin-Weißensee erstrahlt in neuem Glanz. Buchstäblich in letzter Minute konnten vor den Jubiläumsfeierlichkeiten die Renovierungsarbeiten beendet werden. Bei einem Tag der offenen Tür gab es neben Informationen über die Geschichte der Kapelle auch Orgelführungen. Die Pfadfinder hatten ein Lagerfeuer aufgebaut, um dort Stockbrot zu rösten, nachmittags gab es für Kinder Zuckerwatte und Spielmöglichkeiten. In den Grußworten wurde immer wieder unterstrichen, dass es die wichtigste Aufgabe der Gemeinde sei, für Menschen da zu sein. Schon die Väter der Gemeinde hätten dies im Blick gehabt, als sie vor 100 Jahren das Gemeindehaus innerhalb eines halben Jahres errichteten und es dabei gleich für ein Vielfaches ihrer damaligen Mitgliederzahl planten. Deutlich wurde auch, dass die Gemeindemitglieder mit der Berliner Tafelarbeit "Laib und Seele" diesen Elan der Väter bewahrt haben. Auch wurde daran erinnert, dass die Gemeinde bereits fünf politische Systeme überlebt hat. Man wolle weiter offene, familienfreundliche und generationsübergreifende Gemeinde sein, entsprechend dem Namen der Kapelle: Immanuel heißt „Gott mit uns“. Die Gemeinde hat rund 160 Mitglieder.

 

 

Leichlingen: Wasserschaden im Familienzentrum Kuhle

Böse Überraschung für die Mitarbeiter und Kinder des Familienzentrums Schatzkiste in Leichlingen-Kuhle: Wie sich herausstellte, war im Neubau ein Verbindungsstück zwischen altem und neuem Wasserrohr geborsten. Die Folge: 140.000 Liter Wasser hatten sich nachts in die gesamte untere Etage ergossen. Der Kindergartenraum der Schmetterlingsgruppe stand bis zu 40 Zentimeter unter Wasser, teilte Leiterin Christiane Bohlen mit. Alleine der Schaden am Inventar beträgt rund 80.000 Euro, am Gebäude rund 40.000 Euro, hätten Sachverständige ermittelt. Seit 1978 gibt es in Kuhle den Kindergarten. Die Gemeinde im selben Gebäude kam 1987 hinzu. Jetzt wollten Schatzkiste und Gemeinde ein gemeinsames Foyer errichten. Der Neubau sollte Mitte November eingeweiht werden. „Den Termin müssen wir vermutlich verschieben“, so Christiane Bohlen. Sie ist sich nicht sicher, ob die Räume bis dahin wieder trocken, renoviert und eingeräumt sind.

 

 

Schwerin: Wo Menschen Hilfe für ihr Leben erfahren sollen

Schon im August hatte die Gemeinde Schwerin im Stadtteil Neumühle ihr neues Gemeindezentrum bezogen. Sechs Wochen später fand die offizielle Einweihung des rund 1,7 Millionen Euro teuren und rund 1.000 Quadratmeter großen Gebäudes statt. Über 300 Besucher feierten mit. Auch in der neuen Nachbarschaft besteht großes Interesse an der Gemeinde. Die Baptisten hatten extra eine Ansichtskartenserie ihres neuen Gemeindezentrums anfertigen lassen und in Neumühle flächendeckend zur Einweihung und zum Tag der offen Tür eingeladen. Tatsächlich gab es Hunderte, die sich für den Neubau interessierten und sich von Gemeindemitgliedern durch die neuen Räume führen ließen. Gemeindepastor Bernd Rogasch hofft, dass das Gemeindezentrum ein Ort wird, an dem Menschen die Hilfe Jesu für ihr leben erfahren.  Das alte Gemeindezentrum in der Innenstadt war für die 170 Mitglieder zählende Gemeinde zu eng geworden. Das Gebäude wird nun von der Pfingstgemeinde Arche genutzt.

 

 

100 Jahre Baptisten in Potsdam

Die Gemeinde Potsdam ist in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden, ihr Gemeindezentrum 50 Jahre. Beide Anlässe feierte die Gemeinde gleich drei Mal – zuletzt mit ihrer Teilnahme an der „Nacht der offenen Kirchen“. Dabei zeigte sie ein Video über eine baptistische Taufe und stellte ihre musikalische Bandbreite vor. Vier Tage lang war zudem die missionarische Puppenbühne „Regenbogenstr.“ vor Ort – 700 Kinder ließen sich von den Mitarbeiterteam auf dem Gemeindejugendwerk Berlin-Brandenburg begeistern. Auf künftig soll es Konzerte geben, mit denen die Gemeinde sich herausgefordert sieht, die Liebe Gottes weiterzugeben.

 

 

30 Jahre Albertinen-Haus: Motor für die Entwicklung der Altersmedizin

Das Albertinen-Haus – Zentrum für Geriatrie und Gerontologie feierte sein 30-jähriges Bestehen mit einem Festakt. Hamburgs Erster Bürgermeister Christoph Ahlhaus (CDU) würdigte vor 300 Gästen das Albertinen-Haus als hochgeschätztes Zentrum für Geriatrie und Gerontologie mit bundesweiter Anerkennung und Motor für die Entwicklung der Altersmedizin in Hamburg und Deutschland. Das Albertinen-Haus ist seit seiner Eröffnung am 1. Oktober 1980 impulsgebend für die Altersmedizin und Altenhilfe in Deutschland, hieß es bei der Feier. Prof. Dr. Fokko ter Haseborg, Vorstandsvorsitzender des Albertinen-Diakoniewerkes, verwies darauf, dass seinerzeit viel Mut dazu gehört habe, ein solches Zentrum zu gründen. Geriatrie und Gerontologie seien damals noch exotische Fachdisziplinen gewesen. „Heute ist die Altersmedizin angesichts des demografischen Wandels im Zentrum gesellschaftlicher Fragestellungen angekommen.“ Diese Bedeutung des Themas Alter frühzeitig zu erkennen, sei das besondere Verdienst seines Vorgängers im Amt des Vorstandsvorsitzenden, Prof. Pastor Walter Füllbrandt gewesen. Unter Führung von Prof. Dr. Hans Peter Meier-Baumgartner sei es binnen weniger Jahre gelungen, das Albertinen-Haus als eine der ersten Adressen für Altersmedizin in Deutschland zu etablieren.

 

 

Eine Neue im Bethel-Vorstand: Ein klares Signal für Kontinuität

Mit einem Festgottesdienst wurde die Fachärztin für Chirurgie und Wirtschaftswissenschaftlerin Dr. Katja Lehmann-Giannotti jetzt in den Vorstand des Diakoniewerks Bethel in Berlin eingeführt. Die 44-Jährige folgt in dem Amt Pastor Uwe Dammann, der seine Tätigkeit im Diakoniewerk beendet hat und nun als Vorstand in der Diakoniegemeinschaft Bethel arbeitet. Der Bethel-Vorstandsvorsitzende Karl H. Behle erklärte, er freue sich auf eine noch intensivere Zusammenarbeit mit seiner langjährigen Kollegin. Sie startete ihre Karriere in dem Diakoniewerk 1993 im medizinischen Bereich. Seit 1999 ist sie als Referatsleiterin tätig. Im Jahr 2002 wurde sie zur Produktdirektorin ernannt, seit 2007 ist sie Hauptgeschäftsführerin der Diakonie-Management Bethel Berlin GmbH sowie weiterer Servicegesellschaften. Das Diakoniewerk Bethel ist Gesellschafter von 15 Krankenhaus- und Pflegeeinrichtungen in Berlin, Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden- Württemberg.

 

 

Bibelschüler im biblischen Alter

Deutschlands ältester Bibelschüler besucht die Bibelschule Hannover. Kurt Sprüssel ist 99 Jahre alt und hat sich für den neuen Kurs der Abendbibelschule der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinden eingeschrieben. Er wurde jetzt von Pastor Michael Borkowski begrüßt, der die Gemeinden in der niedersächsischen Landeshauptstadt leitet. Sprüssel interessiert sich nach eigenen Angaben besonders für die Heilsgeschichte und die besondere Rolle Israels darin. Für die Kurse 2010/2011 sind 35 Teilnehmer eingeschrieben. Ihnen werden vertiefende Einheiten zu biblischen Büchern, ein Einstieg in theologische Fragestellungen, aber auch eine Auseinandersetzung mit Zeitfragen vermittelt. Der Unterricht findet in 30 Wochen jeweils am Donnerstagabend statt. Außerdem wird eine Morgenbibelschule als Grundkurs ebenfalls in 30 Wochen jeweils am Dienstagvormittag  angeboten. Anliegen der Bibelschule ist es – so Borkowski – eine Verbindung von Alltagsfragen und biblischer Theologie herzustellen.

 

 

HimmelsZeichen – Gottes geliebte Menschen in Dortmund

Auf positive Resonanz stieß eine viertägige Kurzevangelisation in der Gemeinde Dortmund-Eving unter dem Motto „HimmelsZeichen – Gottes geliebte Menschen“. Der Missionsreferent im Dienstbereich Mission der Freikirche, Pastor Carsten Hokema (Oldenburg), war mit seinem mobilen Fotostudio vor Ort, um die Besucher als Gottes geliebte Menschen zu fotografieren und großformatige Bilder von ihnen zu entwickeln und um den Besuchern von der Liebe Gottes weiterzusagen. Er habe die Herzen der Besucher erreicht, freut sich Gemeindepastorin Christine Schultze. Dies zeigten die positiven Kommentare wie: „Ich werde wiederkommen!“, „Es hat uns sehr gut gefallen. Vielen Dank!“, „Danke, dass ich und meine Familie dabei sein durften!“ „Gott, bin ich schön!? ist schön.“ Ein Brunch-Gottesdienst bildete den Auftakt zu den HimmelsZeichen. Die Gemeindepastorin schätzt, dass etwa die Hälfte der Gottesdienstbesucher Freunde und Gäste waren.

 

 

Was vier ehrenamtliche Evangelisten in Hannover erlebten

Wie predigt man evangelistisch? Das lernten vier Interessenten aus Gemeinden in Hannover in der Theorie bereits im Februar bei einem Seminar „Lernevangelisation“ mit dem baptistischen Evangelisten und Liedermacher Jörg Swoboda (Buckow bei Berlin). Jetzt folgte der praktische Teil mit einer evangelistischen Vortragsreihe unter dem Motto ProChrist in der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Hannover-Kronsberg. Jeder der vier musste einen Abend vorbereiten. Jörg Swoboda hatte sich bereit erklärt, die Ansprache zuvor gegenzulesen und zu korrigieren, wo es nötig war. Schon vom ersten Abend an ergaben sich vertiefende Gespräche und Kontakte. Sehr ermutigend für die Lern-Evangelisten war die Reaktion einer Frau Mitte 50, die so angetan von der Verkündigung war, dass sie bekannte, „den Vertrag mit Gott“ machen zu wollen.  Sie wollte einfach etwas unterschreiben. Schnell war ein Gideon-Testament zur Hand, in das die Frau ihren Namen schrieb. Und nicht nur Gemeindemitarbeiter Volker Radzuweit freut sich, dass so  „neues Leben geboren“ wurde. Im Vorfeld der Evangelisation gab es in der Gemeinde kritische Rückfragen, ob Evangelisationen heute überhaupt noch zeitgemäß sind. Wie es hieß, seien diese Bedenken verstummt. Deutlich wurde vielmehr: „Unser Vater im Himmel hat mit Einzelnen seinen Weg konkret begonnen: Oft braucht es nur einen ersten Schritt, um dem Ziel näher zu kommen!“

 

 

Bundesevangelist i.R. Manfred Walz bei „Impulstagen“ in Sachsen

Im Ruhestand versteht der Baptistenpastor Manfred Walz (Satrup bei Flensburg) als „Evangelist in Rufweite“. Zwei bis drei Evangelisationen führt der 71-Jährige jedes Jahr noch durch. Vor kurzem war er in der Baptistengemeinde Eilenburg und der Pfingstgemeinde „Hoffnungszentrum Leipzig“ zu evangelistischen „Impulstagen“ Gast. Beide Gemeinden werden von dem ehemaligen Baptistenpastor und jetzigen Pfingstpastor Dietmar Rieger betreut. Walz und Rieger kennen sich seit vielen Jahren. Beide Einsätze hat Walz als „großartige Sache“ erlebt. Wo das biblische Wort mit ganzen Herzen verkündigt werde, komme es an, und Menschen entschieden sich für ein neues Leben in der Nachfolge Jesu Christi. In Eilenburg hätten sich bereits am ersten Abend drei Besucher zur Taufe gemeldet. Begeistert war Walz auch von einem Frühstück für Bedürftige der Pfingstgemeinde in Leipzig-Gohlis. Die Gemeinde erreiche mit diesem Angebot in einem sozialen Brennpunkt 30 Interessenten.

 

 

Gesunde Kita für alle: Fit bleiben

Eltern und Kinder der Kindertagesstätte „Arche Noah unterm Regenbogen“ in Hannover sollen möglichst gesund bleiben. Dafür wurde nun das Projekt „Gesunde Kita für alle“ gestartet. Andreas Maschke, Leiter der Kindertagesstätte, erklärte: „Es steht nicht die Frage im Vordergrund, was einen Menschen krank macht, sondern was ihn gesund und fit macht und erhält.“ Ziel sei es, die eigenen Stärken sowie die positiven persönlichen Umweltfaktoren zu entwickeln. Dadurch sollten die Widerstandskräfte der Kinder gestärkt werden. Das Projekt habe auch die Eltern und die Mitarbeiter der Kindertagesstätte im Blick. So würden gemeinsam mit der Bahlsenstiftung Schulungen zur gesunden Ernährung unter dem Motto „Iss dich fit“ angeboten. Dabei kochten Familien und Mitarbeiter gemeinsam. Bei dem Aktionstag wurde auch das selbsterstellte Familienkochbuch der Kindertagesstätte vorgestellt, sowie neue Turn- und Bewegungsgeräte, eine Ruheinsel und ein Bewegungsangebot „Fit for Kids“.

Pastor Michael Borkowski, Vorsitzender des freikirchlichen Diakoniewerks Kirchröder Turm, das Träger der Einrichtung ist, betonte das ganzheitliche Gesundheitsverständnis der Kita. Dazu gehöre die Stärkung des Urvertrauens der Kinder. Deshalb würden die Kinder an die Werte des christlichen Glaubens herangeführt - in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Hannover-Walderseestrasse. Jedes Jahr gebe es eine Bibelwoche in der Kita.

 

 

Platz für Dinos auch auf der Arche Noah

Auf der Arche Noah reisten auch Dinosaurier mit. Davon ist der kanadische Forscher Richard Wiskin (Dürnten bei Zürich) überzeugt, der ehrenamtlich für die Studiengemeinschaft „Wort und Wissen“ (Baiersbronn) tätig ist. In einem Vortrag zum Thema  „Dinosaurier – Riesen und Zwerge der Urzeit und was die Bibel dazu sagt“ in der Gemeinde Stuttgart-Feuerbach demonstrierte er an einem Dino-Modell, wie auch diese Riesenechsen in der Arche Platz gefunden haben könnten. Der frühere Lehrer für Geographie, Geschichte und Biologie, der an archäologischen Ausgrabungen in Megiddo und Hazor in Israel und als Fotograf an den Ausgrabungen in der Philisterstadt Gat beteiligt ist, meinte, dass er nicht von den gängigen Theorien überzeugt sei, warum die Dinosaurier ausgestorben seien. Warum sollten die Saurier bei etwa bei einem Meteoriteneinschlag, einer Eiszeit oder einem Vulkanausbruch ausgelöscht worden sein, während andere Tiere, wie Schildkröten und Echsen, diese Naturkatastrophen unbeschadet überstanden hätten?  Vielmehr zeigte er sich davon überzeugt, dass die Riesenechsen auch die Sintflut überlebt haben. Dies zeigten künstlerische Darstellungen von großen Echsen aus der Zeit nach der Sintflut. Wiskin ist sich sicher, dass im biblischen Buch Hiob (40,15) mit dem Behemot  der Iguanodon, eine Dinosaurierart, beschrieben worden sei. Die Parallelen seien deutlich erkennbar, sagte er den rund 100 Besuchern der Veranstaltung.

 

 

Kinder ohne Zukunftsperspektive – und wie Christen helfen

Einen Monat lang arbeiteten zwei Brasilianerinnen in der Gemeinde Berlin-Oberschöneweide mit. Salete Zirbes und Marly Waldow haben viele Erfahrungen in  der missionarischen Kinderarbeit in Brasilien gemacht. Ihr Einsatz in Berlin fand im Rahmen des Programms des Missionswerks EBM-International „Mission ohne Grenzen“ statt. Ein Schwerpunkt ihrer Tätigkeit lang in der sozialdiakonischen Arbeit „Check-In“ der Gemeinde - unter Kindern aus schwierigen familiären und sozialen Verhältnissen. Von Montag bis Freitag kommen bis zu 20 Kinder in einem Zirkuswagen auf dem Gemeindegrundstück sowie in dem neuen Laden „Zwischenstop“ zusammen. Die beiden Brasilianerinnen zeigten sich betroffen darüber, dass viele der Kinder „praktisch keine Zukunftsperspektiven“ haben. Um so wichtiger sei diese Arbeit: „Als Gemeinde haben wir ja eine große Chance und auch die Verantwortung, diesen Kindern und ihren Familien eine Hilfe zu sein.“ Den beiden ist aufgefallen, dass es gut wäre, wenn sich noch mehr Gemeindemitglieder ehrenamtlich in dem Bereich engagierten – mit  Singen, Spielen, Sport, Geschichten erzählen oder Basteln.

 

 

Männer sind anders – Frauen auch!

Gegen Versuche, in einer Ehe oder Partnerschaft den anderen unbedingt ändern zu wollen, hat sich der Baptistenpastor Jan Lambers (Meppen) gewandt. Das führe zu nichts, sagte er bei einem Candlelightabend in der Gemeinde Ingelheim zum Thema „Männer sind anders – Frauen auch!“. Ob sich ein Partner überhaupt ändere, hänge auch davon ab, wie man selbst bereit sei, sich zu verändern. Es gelte vielmehr, den anderen mit seinen Fehlern und seiner Originalität zu achten, riet Lambers unter Hinweis auf seine eigenen 29 Jahrejahren und viele Begegnungen mit Männern und Frauen als Seelsorger. Rund 50 Besucher waren zu d

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