Winnenden unter Schock

12.03.2009 11:20

Pressemitteilung  Frankfurt am Main/Winnenden/Elstal, 12. März 2009
Winnenden unter Schock
Amoklauf an der Albertville-Realschule
„Die ganze Stadt steht unter Schock“, so beschreibt Lutz Althöfer, Pastor der
Evangelisch-methodistischen Kirche in Winnenden, die Situation nach dem Amoklauf
eines 17-Jährigen, der im vergangenen Jahr seinen Abschluss an der Albertville-
Realschule in Winnenden gemacht hat. Kurz nach dem Amoklauf wurden Lutz
Althöfer als Pastor und seine Frau, Rita Althöfer, als Mitglied des Notfallnachsorgedienstes
mit vielen anderen zum Tatort gerufen. Sie kümmerten sich dort um die
Schüler und Lehrer, die das Drama direkt miterlebten, und nahmen Kontakt auf zu
Familienangehörigen, die sich unter Schock zum Ort des Geschehens aufgemacht
hatten.
Nach unseren Informationen sind unter den Opfern keine Mitglieder und Angehörige
aus Methodisten- und Baptistengemeinden. Allerdings sind Schülerinnen und Schüler
aus freikirchlichen Gemeinden, die am Schulzentrum in Winnenden unterrichtet
werden, mitbetroffen und bedürfen wie alle anderen Betroffenen unserer Fürbitte.
Althöfer und viele andere Notfallnachsorgekräfte sind jetzt in der Betreuung der direkt
betroffenen Familien engagiert und helfen mit, die Trauer, den Schock und die
Traumatisierung der von dieser Tat betroffenen Menschen aufzufangen. Die Kirchen
haben gestern einen ökumenischen Trauergottesdienst durchgeführt. Auch für heute,
Donnerstag, 12. März ist ein Gottesdienst in der evangelischen Schlosskirche in
Winnenden geplant.
Die Pastorinnen und Pastoren des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden
haben auf ihrem Konvent in Kirchheim (Hessen) in der Fürbitte an die Situation in
Winnenden gedacht. Die Pastoren aus der Region Rems-Murr haben spontan
vereinbart, am kommenden Sonntag in den Gottesdiensten ihrer Gemeinden
besonders an die Betroffenen zu denken und für sie zu beten.
Urs Bruhn, der Leiter des Landesverbandes Baden-Württemberg rief in einer E-Mail
an die Gemeinden dazu auf, nun „als Christen zusammen zu stehen“. Er regte an,
auch in den Gottesdiensten der Freikirche am kommenden Sonntag innezuhalten und
eine Zeit der Fürbitte einzuplanen, „um für die Opfer, deren Angehörige, den Bürgern
und unseren Gemeinden in der Umgebung zu beten“. Dieser Empfehlung schließen
wir uns gerne an und bitten die Gemeinden, für alle Betroffenen zu beten.
Klaus Ulrich Ruof, Pressesprecher, Evangelisch-methodistische Kirche
Günter Mahler, Leiter Öffentlichkeitsarbeit im BEFG
Frankfurt am Main/Winnenden/Elstal, 12. März 2009
Es schreibt Ihnen:
Günter Mahler
Leiter Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 033234/74-136
Fax: 033234/74-199
E-Mail: gmahler@baptisten.de

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