Jubiläumstagung „Amsterdam 400“ vom 24. bis 26. Juli im RAI-Konferenzzentrum in Amsterdam (mit Sprache)

Jubiläumstagung „Amsterdam 400“ vom 24. bis 26. Juli im RAI-Konferenzzentrum in Amsterdam (mit Sprache)

 

 Vor 400 Jahren wurde in dem Hinterzimmer einer Bäckerei in Amsterdam von englischen Religionsflüchtlingen die erste Baptistengemeinde weltweit gegründet. Inzwischen gibt es 13.000 Baptistengemeinden mit über 800.000 Mitgliedern in fast allen Ländern Europas. Mit über 100 Millionen Anhängern in aller Welt bilden die Baptisten sogar die größte protestantische Kirche weltweit. Vor welchen Herausforderungen stehen sie heute? Antworten auf diese Frage wird der Jubiläumskongress „Amsterdam 400“ geben, der vom 24. bis 26. Juli im RAI-Konferenzzentrum in Amsterdam stattfindet und zu dem rund 1.000 Dauerteilnehmer sowie Tagesgäste erwartet werden. Gottesdienste, Bibelarbeiten, Seminare und eine Ausstellung stehen auf dem Programm.

Zu den Rednern gehören leitende Vertreter des Baptistischen Weltbundes wie dessen Präsident, David Coffey (Didcot), sowie dessen Generalsekretär, Neville Callam (Falls Church bei Washington), und auch Vertreter der Europäischen Baptistischen Föderation (EBF), der neue EBF-Präsident, ehemalige Bischof der Baptisten in Moldawien und heutige Abgeordnete im Parlament von Moldawien, Valeriu Ghiletchi (Chisinau), der Generalsekretär des bulgarischen Baptistenbundes Teddy Oprenov (Sofia) und der Präsident des jordanischen Baptistenbundes, Nabeeh Abassi (Amman).

Die europäischen Baptisten engagieren sich stark für Fragen der Menschenrechte und Religionsfreiheit wie auch gegen Zwangsprostitution und Menschenhandel. Die Gemeindebasis ist vor allen daran interessiert, wie die christliche Botschaft die Menschen von heute erreicht. Dazu wird es im RAI-Konferenzzentrum besonders moderierte „Fokus-Bereiche“ geben, die dem Meinungsaustausch dienen sollen. Neben den Fragen von Mission und Religionsfreiheit befassen sie sich auch mit Theologie und Fortbildung sowie der baptistischen Geschichte. In den Seminaren geht es unter anderem um die Frage, wie man die säkularisierte Bevölkerung in Großstädten anspricht, oder den eigenen Glauben so gestaltet, dass Nachbarn und Freude sich für den christlichen Glauben zu interessieren beginnen. Auch wird bedacht, wie Christen aus verschiedenen ethnischen Hintergründen gemeinsam ihren Glauben überzeugend leben.

Die aus holländischen Musikern bestehende Musikgruppe der Konferenz wird von dem britischen Pastor und Musiker Paul Merton (Newcastle-upon-Tyne) geleitet. Daneben werden auch der Zentralchor des ungarischen Baptistenbundes auftreten sowie die ukrainische Musikgruppe „Zhivya Kaplya“ (Lebendige Tropfen) und die russische Gruppe Logos. Mit dabei ist auch der international bekannte spanische Pantomine Carlos Martinez, der zudem sein Können in einem Seminar vermitteln wird. 

EBF-Generalsekretär Tony Peck (Bristol/Prag) ist zuversichtlich, dass das Treffen für alle Teilnehmer sehr inspirierend wird. „Diese Tage werden sicher eine reiche Erfahrung und ein Segen für uns alle werden“, schreibt er im gerade erschienenen Programmheft des Treffens. So wie die ersten Baptisten vor 400 Jahren anders sein wollten, um ihren Glauben zu leben, so werden auch die Tagungsteilnehmer künftig mit neuer Entschlossenheit und Begeisterung ihren Glauben als Christen leben.

Klaus Rösler