Gedanken zur Jahreslosung:

„Gott nahe zu sein ist mein Glück“ Psalm 73,28

 

Glück – was ist das? Wenn wir fünf Menschen diese Frage stellen würden, bekämen wir sechs verschiedene Antworten. Glück ist in einer intakten Familie zu leben; Glück ist der 6er im Lotto; Glück ist die Heirat der Traumfrau oder des Traummannes. Manchmal wünschen wir einem Bekannten „Viel Glück“ wenn er sich einer Operation unterziehen muss – wir Christen sind dabei zurückhaltender und wünschen Jemandem „Gottes Segen“. Der Bergmannsgruß „Glück auf“ verbindet die Hoffnung auf ertragreiche Funde unter Tage mit der bewahrten Rückkehr zur Erdoberfläche.

In der Bildungslandschaft gibt es Forderungen, ein Schulfach „Glück“ einzuführen – wie würde man das wohl füllen? In den Medien, in der ARD, hat es das Thema „Glück“ sogar bis zur „Themenwoche“ geschafft.

Der Schreiber des Psalms ist sauer über die Gottlosen seiner Zeit. Dann besinnt er sich aber und sieht auf das, was ihm seine Nähe zu Gott bedeutet. „Glück“! Das hat bei ihm nichts mit finanziellem Reichtum, mit Anerkennung oder Gesundheit zu tun. Er weiß, da ist Jemand dem er vertrauen kann („Ich setze auf Gott, den Herrn, mein Vertrauen“).

Können wir das als Glück nachempfinden – Jemandem vertrauen zu können? Ich habe den Eindruck, dass wir immer mehr zurückkehren zu den „alten Werten“ – Liebe, Vertrauen, Ehrlichkeit,... In unserer Gesellschaft scheint das verloren gegangen zu sein. Und doch ist es Grundlage eines selbstbestimmten Lebens. Vertrauen schafft die Grundlage gesunder Beziehungen.

Aus dieser Sicht ist die Jahreslosung eine gute Botschaft für 2014. Gott möchte mit uns Menschen in Beziehung treten. Wie kann das gehen? Zunächst dadurch, dass er seinen Sohn auf diese Welt gesandt hat – vor über 2000 Jahren. Er wurde Mensch, um all das zu empfinden, was die Menschen empfinden: Freude, Leid, Glück, Trauer. Heute können wir das in der Bibel nachlesen – ja wir können sogar mit IHM reden, wenn wir zu ihm beten.

All das bietet die Möglichkeit zur Nähe mit Gott – auch ich empfinde das als Glück, dass ich diese Nähe spüren darf.

Am Ende sagt der Schreiber des 73. Psalms Gott zu: „Ich will all deine Taten verkünden“. Damit trifft sein Anliegen auch das unserer Gemeinde. „Die gute Nachricht von Jesus Christus“ weiterzugeben. Zum Hören und zum Miterleben laden wir Sie daher herzlich ein.

 

Joachim Keferstein